Emulsionen und Gele am 13.-14.03.2012 in Sigmaringen

Praktikum im neuen Technikum an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Reinraumklassen C und D

Seit 2003 ist das Technikum an der Hochschule in Sigmaringen der ideale Ort für dieses Praktikum: Sie haben die Gelegenheit mit modernen Anlagen und Geräten Emulsionen, Gele und liposomale Zubereitung selbst herzustellen und die Qualitätskontrollen durchzuführen.

Der praktische Teil wird in Kleingruppen mit intensiver fachkundiger Betreuung durchgeführt, so dass auch während des praktischen Teils jederzeit Fragen beantwortet werden können und Fachthemen diskutiert werden können. Dieser fachliche Austausch am praktischen Beispiel ist die Besonderheit des Programms.

Emulsionen, Gele
Diese Zubereitungsformen sind in der Arzneimittelproduktion, der Kosmetikherstellung und in der Lebensmittelindustrie von erheblicher Bedeutung. Die Effektivität eines auf der Haut angewendeten Arzneimittels bzw. Kosmetikums hängt von einer optimalen Rezeptur, einer ausgefeilten Herstellungstechnologie und einer perfektionierten Qualitätskontrolle ab. Diese drei Themenbereiche werden praktisch eingehend bearbeitet und diskutiert, während die Theorie begleitend zur Seite gestellt wird.

Herstellungsgeräte und moderne analytische Instrumente, speziell für halbfeste Formen
Im neuen Technikum der Hochschule Albstadt-Sigmaringen nutzen die Teilnehmer diese Anlagen und Geräte beim Praktikum:
  • Becomix-Becomix Mischtechnik: Beco Mini Lab 2.5
  • softwaregesteuerter Laborreaktor-IKA: LR-A 1000
  • luftgelagerter Rheometer-Bohlin: CVO-50 QC
  • Mikroskope-Nikon: Eclipse E 600
  • Dichtebestimmungsgerät-A. Paar: DMA38
  • Partikelmessgerät-Malvern Mastersizer 2000
  • Gefriertrocknungsmikroskop
  • Klimaschrank
  • computergesteuertes Tensiometer-LOT: KSV Sigma 701

Praktikum Emulsionen und Gele
Die Themen reichen von den theoretischen Grundlagen bis zu praktischen Aspekten bei der industriellen Herstellung und Qualitätssicherung. Der Aufbau und die Funktion der Haut, Fragen - Wie gelangt ein Wirkstoff in und durch die Haut? - werden beantwortet. Es folgen verfahrenstechnische Fragestellungen zur Herstellung halbfester Systeme. Dabei werden möglicherweise auftretende Probleme während des Herstellungsprozesses diskutiert. Eine bestimmte Qualität eines hergestellten Produktes spielt sowohl in der Arzneimittelherstellung, als auch bei der Kosmetika- und Lebensmittelproduktion eine große Rolle. Wie kann diese nachgewiesen werden? Das Praktikum gibt hierauf Antworten.

Zielgruppe
Alle Personen, die in Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie im Bereich der Herstellung und Entwicklung halbfester Darreichungsformen tätig sind oder tätig werden wollen, sind die Zielgruppe. Durch die Kombination aus Theorie und Praxis wird das erlernte Wissen vertieft. Es ist ausreichend Raum für die Erledigung der integrierten Praktikumsaufgaben, einen intensiven Erfahrungsaustausch und Diskussion zwischen allen Beteiligten eingeplant.

Abschlussprüfung
Das Praktikum beinhaltet eine freiwillige Abschlussprüfung. Diese schriftliche Abschlussprüfung in Verbindung mit den praktischen Übungen zu Rezepturentwicklung, Herstellung und Qualitätskontrolle von Cremes, Gelen und Liposomen qualifiziert die Teilnehmer zusätzlich und dient der persönlichen Erfolgskontrolle.

Kontaktstudium GQP

Dieses Thema ist ein Modul des GQP-Kontaktstudiums.
Die Kooperationspartner Hochschule Albstadt-Sigmarinen und PTS Training Service bieten das Kontaktstudium für Berufstätige an. Dieser Studiengang ist nach dem Landeshochschulgesetz anerkannt und garantiert damit ein hohes Qualitätsniveau. Das Modul enthält daher eine für Nicht-Studierende freiwillige Lern- und Erfolgskontrolle (Evaluation). Diese Evaluation ist analog den Ansprüchen an eine Prüfung der Hochschule Albstadt-Sigmaringen organisiert und qualifiziert die Teilnehmer/innen zusätzlich. Lesen Sie mehr!


Durchführung
Die theoretischen Grundlagen in technologischer und dermatologischer Hinsicht vermitteln eine Professorin für Pharmazeutische Technologie und Fachapothekerin für Klinische Pharmazie, sowie eine Leiterin der Herstellung, die jahrelang Erfahrung in der Entwicklung, Herstellung und Qualitätskontrolle halbfester Darreichungsformen sammeln konnte. Die praktische Anleitung erfolgt durch das Referententeam und berufserfahrene Pharmatechniker/Innen (Dipl.-Ing FH).

Programm

zum Anfang

Konkret stellen die Teilnehmer/Innen Emulsionen her und beobachten, wie die Wahl verschiedener Herstellungsparameter und die Rezepturbestandteile die Eigenschaften des Endproduktes bestimmen kann. Es schließen sich Übungen zur Qualitätskontrolle an. Die Teilnehmer profitieren vom Wechsel der Theorieeinheiten mit den praktischen Übungen.

Dazu werden beispielsweise folgende Aspekte theoretisch und am praktischen Beispiel ausführlich behandelt:
  • Hilfsstoffauswahl
  • Vom scaling-up zum Produktionsmaßstab
  • Inbetriebnahme von Entwicklungsgeräten und Produktionsanlagen
  • Herstellungstechnologien
  • Herstellungsanweisung
  • Software-unterstützte Überwachung von Herstellungsparametern
  • Inkompatibilitäten
  • Konservierung
  • Bestimmung des Emulsionstyps
  • In-Prozess- und Endkontrollen (Dichtebestimmung, rheologische Charakterisierung, mikroskopische Untersuchungen)

  • Theorieblock
    Der Theorieblock des Programms ist gegliedert in:
    Technologische und biologische Grundlagen
    Industrielle Aspekte der Herstellung halbfester Arzneiformen und Kosmetika
    Qualitätssicherung und Prüfmethoden
    Gesetzliche Anforderungen an halbfeste Arzneiformen und Kosmetika
    Emulsionen, Gele, Moderne Drug Delivery Systeme, Phospholipide, Liposomen, Nanoemulsionen
    Anti-Aging
  • Praktikum
    Die Emulsions-, Gelherstellung und Qualitätsprüfung im Technikum umfasst Aufgaben und Übungen zu:
    Auswahl und Berechnung einer Rezeptur
    Herstellung einer Emulsion
    Herstellung eines Gels
    Herstellung einer liposomalen Zubereitung
    Auswahl und Überwachung von Herstellungsparametern
    Übungen zu rheologischen Fragestellungen
    Dichtebestimmung
    Mikroskopie
    Partikelgrößenbestimmung
    Standard-Arbeitsanweisungen
    Herstellungs- und Prüfprotokoll
    Kennzeichnung

PTS




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